Liebe Studierende,

herzlich willkommen auf meiner Uni-Homepage.

 

Zunächst einige Worte zu meiner Person, damit Sie wissen, mit wem Sie es zu tun haben: Im Anschluss an mein Lehramtsstudium in Marburg (Physik, ev. Theologie) war ich von 1992-1994 Referendar an der Stiftsschule St. Johann (Amöneburg), einer Schule in katholischer Trägerschaft mit besonderer pädagogischer Prägung.  Von 1994 bis 2007 habe ich dann als Lehrer für Physik, Astronomie und ev. Religion an einem Gymnasium in Lippstadt (NRW) unterrichtet. Dabei habe ich mich (über den zu haltenden Unterricht in meinen Fächern hinaus) stark in der außerunterrichtlichen Arbeit mit Schüler(inne)n engagiert (Schulorchester, Radioastronomie-AG, Roboter-AG, Jugend-forscht-AG, Open-Lab, Betreuung von Wettbewerben, Projekt "Funkkontakt mit der ISS").

Seit dem WS 2007/08 arbeite ich nun hauptamtlich als Lehrkraft für besondere Aufgaben im Rahmen der universitären Lehrerbildung am Institut für Schulpädagogik der Philipps-Universität Marburg.

 

Aus langjähriger Unterrichtspraxis kommend, ist es mir in meinen Veranstaltungen weniger wichtig Sie mit wissenschaftlichen Theorien bekanntzumachen (auch wenn diese keineswegs unwichtig sind und daher durchaus Erwähnung finden!). Vielmehr möchte ich, dass Sie im Rahmen von Seminarsitzungen in kleinen Teams selbst gut strukturierten Unterricht vorbereiten (also nicht einfach Referate vortragen), durchführen und abschließend didaktisch-methodisch reflektieren. So "arbeiten" Sie quasi von Anfang an in Ihrem Lehrberuf. Dabei werde ich immer wieder aus meiner Berufspraxis berichten, gemachte Erfahrungen schildern und mit Ihnen diskutieren.

Außerdem ist es mir ein Anliegen, Sie auf die Probleme von Schule und Lehrer(innen)beruf hinzuweisen. Es stimmt nachdenklich, dass die psychosomatischen Kliniken in Deutschland voller Lehrer(innen) sind. So ist es wichtig, dass Sie eine sehr bewusste Entscheidung für oder gegen diesen Beruf treffen.

Schlussendlich möchte ich, dass Ihr Blick auf Schule bewusster wird, Sie sich von Ihren eigenen Schulerfahrungen lösen und mal ein wenig visionieren. Wo und wie gelingt Schule und wo verkommt sie zum "öden Belehrungskäfig"? Dabei werde ich mit gewissen Grundüberzeugungen nicht hinter dem Berg halten, so z.B. dass Schule ohne Vertrauen und Respekt keine sinnvolle Zukunft hat. Das klingt sehr selbstverständlich, ist es aber keineswegs, wenn man mal genauer hinschaut. So werden wir immer wieder auch über den Kern, das Wesen von Schule (das Wort bedeutet ursprünglich übrigens Muße!!!) reden müssen und überlegen, wo und wie jeder von uns einen Beitrag zur Verbesserung und Erneuerung von Schule beitragen kann.

Und da Sie, die Lehramtsstudent(inn)en von heute, bekanntermaßen die Lehrer(innen) von morgen sein werden, wird sich Schule auf diesem Wege von unten - in den Köpfen und Herzen zukünftiger Lehrer(innen) - womöglich tatsächlich zum Besseren hin verändert.

 

So möchte ich Sie in meinen Lehrveranstaltungen nicht nur mit dem Handwerkszeug des Lehrers bzw. der Lehrerin vertraut machen, sondern darüber hinaus auch für einen der spannendsten und abwechslungsreichsten Berufe begeistern.

 

 

 

Kontakt

Dr. Daniel Ahrens  (OStR i.H.)

Pilgrimstein 2, 2. Stock, Zimmer 02007

35032 Marburg

06421-2824777

daniel.ahrens@staff.uni-marburg.de